Online-Trends 2014

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Was erwartet uns in diesem Jahr, wenn wir an E-Commerce, Online-Marketing und Web-Kommunikation denken? Ein kleiner Ausblick mit meinen vier persönlichen Top-Themen:

1. Mobile Kommunikation

Bei Online-Projekten wird sich das Thema „Mobile“ im Jahr 2014 nicht mehr ausklammern lassen. Im letzten Jahr waren vor allem im E-Commerce-Bereich mit 4 bis 6 % Mobile-Kunden, die Web-Verantwortlichen noch zurückhaltend, wenn es um die Optimierung der Webseiten für mobile Endgeräte ging. Ab diesem Jahr wird das anders: Denn „Mobile“ lässt sich oft gar nicht ad hoc umsetzen, sondern bedarf einer Beratungs- und Konzeptionsphase, die gerade bei großen Projekten bis zu 6 Monate dauern kann. Wer 2014 also nicht in mobile Webdienste investiert, läuft Gefahr, sehr schnell den Anschluss zu verlieren.

2. Design: Responsive & Flat

Der Designtrend des Jahres 2013 wird auch 2014 tonangebend sein: Eine Webseite ohne adaptives Design umzusetzen, ist weder zeitgemäß noch eine zukunftssichere Investition. Deshalb dürften in diesem Jahr viele moderne Techniken wie Responsive Images, Serverside Adaption oder Parallax Scrolling verstärkt umgesetzt werden. Das ganze wird kombiniert mit einem starken Ansatz von Flat Design oder – wie ich es Mitte 2012 schon beschrieben habe – Reduktion.

3. Typographie

Beflügelt durch die beiden erstgenannten Trends wird der Einsatz von guter Typographie immer wichtiger. Und damit ist nicht gemeint, Arial nur durch Droid Sans zu ersetzen. Vielmehr geht es ein Auge für Satz, Durchschuss, Unterschneidung, Ligaturen oder den richtigen Schriftschnitt. Aber ich stelle immer wieder fest, dass sich heute kaum noch jemand mit Typographie wirklich auskennt. Gerade bei Studierenden von Webdesign und Onlinekommunikation sollte das aber mit zur Basis-Ausstattung gehören. Wer sich hier schlau machen will, dem sei das Standardwerk empfohlen: Detailtypographie von Forssman/de Jong.

4. Sicherheit & Datenschutz

Quelle: BITKOM / Aris Umfrageforschung

Quelle: BITKOM / Aris Umfrageforschung

Klar auch 2014 geht der Trend in Richtung Cloud Computing, Bring Your Own Device (BYOD) und einer stärkeren Vernetzung von Dingen, Geräten & Apps („Internet der Dinge“). Aber im Jahr nach dem NSA-Skandal (der auch 2014 weiter geht!) fragen auch immer mehr Kunden und Unternehmen nach Sicherheit und Datenschutz. Ob diese Fragen in Deutschland richtig beantwortet werden, ist offen, denkt man z.B. an die Kritik zur DE-Mail oder die Augenwischerei von Telekom & Co. bezüglich eines Deutschland-internen Internets. Sicher ist nur: Landen Kundenprofile, Passwörter oder andere vertrauliche Daten in falschen Händen – egal ob durch Hacker, Geheimdienste oder eigene Fehler – ist es schwer, das Vertrauen wieder herzustellen.

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